Mit: Guajiro Mirabal (tp) Pedro Gutiérrez (b) Manuel Galbán (g, key) Jesus Aguaje
Ramos (tb, voc) Barbarito Torres (laúd) La Noche (perc) Idania Valdés (voc, perc)
Rolando Luna (p) Filiberto Sanchéz (timbals) Angel Terry (perc) Carlos Calunga (voc)
Luis Alemany (tp) Raúl Nacianceno (cl, fl, sax) u.a.
Very Special Guest: Omara Portuondo
Mit Wim Wenders Musikdokumentation wurden sie weltberühmt - die Musiker des legendären
“Buena Vista Social Club”. Alles begann, als der Produzent Ry Cooder sich im Jahre 1996 auf
den Weg nach Kuba machte, um für sein Projekt “Buena Vista Social Club” Musiker aus der
kubanischen “Son”-Szene zu suchen. Das Ergebnis kennen wir: mit ihren rhythmischen
Tanzliedern und melancholischen Balladen begeisterte die Band das Kinopublikum weltweit
und verkaufte binnen kürzester Zeit mehr als 5 Millionen CDs. In Deutschland erhielt die Band
für das meistverkaufte Album des Jahres den Echo und Doppel- Platin, auch die
Nachfolgealben verkauften sich blendend.
Die Musiker des Buena Vista Social Club stehen exemplarisch für die ungeheuere Vielfalt und
Vitalität der kubanischen Musik. Auch wenn Legenden wie Ibrahim Ferrer inzwischen gestorben
sind, füllen die verbliebenen Mitglieder des Orchesters aus Havanna weiterhin die Konzertsäle
der Welt mit ihren unwiderstehlichen Rhythmen und Melodien. Im Rahmen ihrer Europatournee
präsentieren die Solisten Guajiro Mirabal und Jesus “Aguaje” Ramos zusammen mit Manuel
Galbán und Barbarito Torres eine Show, die sowohl die klassischen Motown- & Stax Zeiten der
Sechziger Revue passieren lässt wie auch Stücke aus den Alben des Buena Vista Social
Clubs.
Noch einmal kann das Publikum den originalen Sound des Buena Vista Social Club erleben,
der nichts zu tun hat mit den abgekupferten Projekten großer Musical-Veranstalter, die mit
„Buena Vista“ werben, jedoch nichts Anderes bieten als einen populistischen Abklatsch des
Originals. Man wird hier keine zigarrenrauchenden alten Herren als Fotomotiv entdecken, hier
werden keine Kuba-Klischees bedient, hier geht es allein um die Musik.
Begleitet von einer vielköpfigen Band, feiern die vier Solisten die jetzt mehr als zehnjährige
Erfolgsgeschichte des Buena Vista Social Club mit einem musikalischen Feuerwerk aus Funk,
Cuban Jazz, Boleros, Samba, Son und Cha Cha. Unbändige Spielfreude und großer
Erfindungsreichtum paaren sich mit der Leidenschaft und Trauer der kubanischen Musik - in
den gefühlvollen Bolero-Balladen liegt so viel Stolz, Würde, aber auch Bescheidenheit, dass
einem ganz warm ums Herz und die Seele wird.
Die Erfolgsgeschichte der kubanischen Musik bedarf keiner weiteren Erläuterung mehr. Nur
soviel: Seit 1997 haben sich Son, Bolero, Guaracha, Cha-Cha-Cha, Mambo und all die
anderen Rhythmen der Zuckerrohrinsel nachhaltig im europäischen Konzertkalender
festgesetzt. Diese jüngste kubanische Welle war eine Entdeckung, und sie ist es geblieben,
denn immer wieder kommen frische Namen aus der reichhaltigen Musikszene Kubas ans
Tageslicht. Die Musiker, die mittlerweile als Klassiker gelten, sind weiterhin in Hochform.
Natürlich verstärken sie sich für dieses Superstarpaket mit einer vorzüglichen Stimme und
weiteren großartigen Instrumentalisten. Musik vom Sehnen und Hoffen, Bangen und Schwelgen
… und Musik zum Tanzen.
OMARA PORTUONDO (Special Guest)
Als einzige Frau auf dem von Ry Cooder produzierten Album Buena Vista Social Club und der
gleichnamigen Dokumentation von Wim Wenders gelangte die Grande Dame des Cuban Jazz
zu weltweitem Ruhm. „Silencio“, ihr Duett mit Ibrahim Ferrer, stellt einen der Höhepunkte des
Films dar.
Omara Portuondo wurde 1930 in Havanna geboren und begann ihre Laufbahn als Sängerin
und Tänzerin in der Tropicana Revue. Während der 50er Jahre war sie Gründungsmitglied der
innovativen Frauenband “Las D’Aida” und erst 1967 verließ sie diese Gruppe, um ihre Solo
Karriere zu verfolgen. Sie sang bittersüße Boleros und den in Kuba damals sehr beliebten filin
(in Anlehnung an das englische feeling), ein durch den amerikanischen Jazz beeinflußter
Gesangsstil.
Mit der Geburt der Nueva Trova Bewegung in den 60er Jahren, interpretierte Omara Portuondo
die Songs von Silvio Rodriguez. Auf ihren zahlreichen und ausgedehnten Tourneen arbeitete sie
mit Künstlern aus aller Welt zusammen, einschließlich Nat King Cole und Edith Piaf. Mit Wim
Wenders Film „Buena Vista Social Club“ kam der späte Durchbruch und der internationale
Erfolg – ihr Duett „Silencio“ im Zusammenspiel mit Ibrahim Ferrer spiegelt die bittersüße
Romantik der kubanischen Musik in einem einzigen Bild wider und ist bereits jetzt ein fester
Bestandteil der Musikgeschichte Kubas. Mit ihren Solo-Projekten hat Omara Portuondo nahtlos
an diese Erfolge anknüpfen können, ihre CDs verkaufen sich millionenfach.
Wir freuen uns, dass die Grande Dame des Cuban Jazz, Omara Portuondo, mit ihrem
wunderbaren Gesang auf der diesjährigen Tournee des Orquesta Buena Vista Social Club als
Special Guest.
Die Musiker:
Guajiro Mirabal - Trumpet
Mit seinem unverwechselbaren Spiel begleitete Guajiro Mirabal schier jeden kubanischen Star,
den man nur nennen kann, was ihm die Ehrenbezeichnung “The Trumpet of Cuba” einbrachte,
sein von der New York Times als “brilliant” eingestuftes Soloalbum war für den Latin Grammy
nominiert. Sein klarer, erfrischend klingender Trompeten-Sound setzt den Kontrapunkt zur
Bittersüße der kubanischen Musik.
Jesus ‘Aguaje’ Ramos - Trombone
Unverzichtbarer Bestandteil aller Buena Vista Produktionen der vergangenen zehn Jahre war
der Posaunist Jesus “Aguaje” Ramos. Der Buena Vista-Altmeister fungierte als Orchesterchef
für Omara Portuondo und Ruben González und begeistert als zweiter Solo-Bläser mit seinem
dynamischen Posaunenklang. Er versteht es wie kaum ein anderer, die Posaune singen zu
lassen.
Barbarito Torres – Laud
Der weltweit wohl virtuoseste Laud Spieler – mit seinem Spiel auf dem extrem schwierig zu
spielenden 12-seitigen (lautenähnlichen) Instrument trifft er seine Zuhörer mitten ins Herz. Ein
„old-timer“ der ersten Stunde, der bereits als Jugendlicher die große Celina Gonzalez
begleitete.
Manuel Galbán – Guitar
Der Gitarrist, Pianist und Organist Manuel Galbán machte sich mit der legendären kubanischen
Doo Wop Gruppe Los Zafiros einen Namen, die unter seiner Leitung eine einzigartige
Mischung aus Doo Wop, Balladen und Boleros, Soul und Samba, Tumbas und Twist schuf. Der
charakteristische “Twang” seiner Gitarre zierte auch eine ganze Reihe von Alben der Buena
Vista Stars. Für das gemeinsam mit Ry Cooder eingespielte, wunderschöne Album “Mambo
Sinuendo” erhielt Manuel Galbán 2004 einen Grammy.
Das Orchester:
Guajiro Mirabal - Trumpet
Manuel Galbán - Guitar & Keyboards
Jesus Aguaje Ramos - Trombone/Vocal/Musical Director
Barbarito Torres - Laud
La Noche - Timbals
Idania Valdés - Vocals & Minor Percussion
Rolando Luna - Piano
Filiberto Sanchéz - Bongos
Angel Terry - Congas
Carlos Calunga - Vocals
Luis Alemany - Trumpet
Raúl Nacianceno - Clarinet, Flute and Sax
Pedro Gutierrez - Double Bass
Leider muß diese Tournee ohne Orlando «Cachaito» López statfinden - er verstarb am 9.
Februar 2009. Der Bassist Orlando «Cachaito» López hatte – zusammen mit den andern
Altstars – im Film «Buena Vista Social Club» für Furore gesorgt, der ein weltweites Publikum für
kubanische Tanzmusik begeisterte.
«Wir haben einen grossartigen Kameraden verloren», sagte Manual Galbán (Buena Vista Social
Club) über Cachaito, der 1933 in der kubanischen Hauptstadt geborenen wurde. López wurde
76 Jahre alt. López wurde wie seine Kollegen berühmt durch den Film «Buena Vista Social
Club», mit welchem Wim Wenders und der amerikanische Gitarrist Ry Cooder ein weltweites
Publikum für kubanische Tanzmusik aus den 40er und 50er Jahren begeisterten. 1999 wurde er
dafür mit einem Grammy ausgezeichnet.
“We have lost a great companion.” Manuel Galbán
“It is an irreplaceable loss for Cuban music, he was the last remaining member of the bass
playing dynasty,” Amadito Valdés
“It is a great loss for the group and for Cuban music because he was a superb bassist and a
brilliant band mate. He was an excellent person and the quality of his music was, honestly,
unparalleled,” Guajiro Mirabal |
|